5. bundesweites Film-Festival der Aktion Mensch „Überall dabei“

Das Film-Festival präsentiert vom 08. bis 13. November 2012 im Karlstorkino in Heidelberg 6 informative und spannende Kinofilme rund um das Thema „Inklusion“. Parallel dazu hat die FreiwilligenBörse/der PARITÄTISCHE mit lokalen Partnern ein Programm mit Publikumsdiskussionen und Expertengesprächen organisiert.
Die Aktion Mensch möchte mit der Veranstaltung eine Diskussion über eine lebenswerte, gerechte, menschenwürdige und inklusive Gesellschaft anregen. Die gemeinsame Auseinandersetzung darüber erfordert, dass möglichst alle Menschen daran teilnehmen können und Barrieren abgebaut werden – seien es technische, kulturelle oder soziale.

Meldestelle bietet Meldemöglichkeit für gehörlose Menschen

Seit Jahren bietet die Meldestelle für digitale Barrieren des Projektes Di-Ji die Möglichkeit, auf ihrer Webseite digitale Barrieren zu melden. Nun wurde der Dienst erweitert. Gehörlose Nutzer, die auf Barrieren in der digitalen Welt stoßen, können diese in Gebärdensprache melden. Bei Aufnehmen des Gebärdensprachvideos unterstützt sie der Dienst SQAT.
Meldestelle für digitale Barrieren
Barriere in Gebärdensprache zu melden

Fortschritt für die Barrierefreiheit? Was leisten die ZHAW-Tools für das Erstellen barrierefreier PDF-Dateien aus Microsoft Office®?

Die Fachstelle ICT-Accessibility der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) hat im Auftrag der Credit Suisse AG Plug-ins für die Verwendung mit Word® 2010 und PowerPoint® 2010 entwickelt, die kostenlos verwendet werden können. Die Agenturen Wertewerk und WEB for ALL sind der Frage nachgegangen, welche Vorteile die ZHAW-Plug-ins gegenüber den bordeigenen Mitteln der Office-Suite von Microsoft bieten und ob sich der zusätzliche Installationsaufwand lohnt.
Testbericht zu ZHAW-Tools (PDF-Datei, 257 kB)

„Das ist doch eher etwas für Bastler“

Zürich, 14. Juni 2012. Auch in diesem Jahr richtete die Fachgruppe ICT-Accessibility der ETH Zürich wieder ein Accessibility Update aus. Im Mittelpunkt stand die Zugänglichkeit im Bereich Mobilität. Daniele Corciulo, selbst Betroffener, führte vor, wie er mit einem iPhone® Fahrpläne abrufen, ein Taxi bestellen oder erfahren kann, welche Freunde und Bekannten sich in der Nähe befinden. Auch unterstütze ihn das Navigationssystem seines Smartphones bei der Orientierung in der Stadt. Durch Wischen und Tippen auf dem Touchscreen können blinde Nutzer alle Funktionen ausführen, vorausgesetzt die App unterstützt die Sprachausgabe. Während Corciulo iOS® auf seinem iPhone recht gut bedienen könne, gebe es bei Android® noch Verbesserungspotenzial. Das sei zum derzeitigen Stand noch eher etwas für Bastler, die bereit seien, sich umfänglicher einzuarbeiten. Die Sprachsteuerung funktioniere in der Praxis auf allen Plattformen noch nicht zufriedenstellend. Defizite gebe es vor allem auch bei den Kenntnissen der Betroffenen. Viele wüssten gar nicht, dass ein Smartphone ihren Alltag vereinfachen könnte oder welche Apps gut nutzbar sind. Hier seien die Blindenverbände gefragt für die notwendige Aufklärung zu sorgen.
Die Schweizerische Fachstelle Barrierefreier Öffentlicher Verkehr (BöV) berichtete vom Umsetzungsstand ihrer Aktivitäten. Desweiteren stellte Daniel Ziegler von der Interessengemeinschaft Gehörlose, Hör- und Sprachbehinderte der Kantone Bern und Freiburg Belange für betroffene Fahrgäste in Notsituationen vor. Als schweizerisches Pionierprojekt mit vielen Herausforderungen wurde Rollstuhlparkplatz.ch präsentiert. das Ziel ist es, ein Verzeichnis mit sämtlichen Behindertenparkplätze in der Schweiz zu erstellen und über amtliche und OpenStreetMap-Karten im Internet zugänglich zu machen. Mittlerweile habe man mehr als die Hälfte der Objekte mit Daten und Bildern erfasst. Die Präsentation eines Projekts zur Erstellung interaktiver Stadtpläne für blinde und sehbhinderte Menschen durch Cathérine Bullat-Koelliker von ABAplans rundete die gelungene Veranstaltung ab. Auch im nächsten Jahr soll es wieder ein Treffen geben.

Sorgloser Umgang mit Passwörtern

Mai 2012. Die Deutschen gehen zu sorglos mit Passwörtern um. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Convios Consulting GmbH, die WEB.DE in Auftrag gegeben hatte. Danach verzichten 85 Prozent der Nutzer in ihren Passwörtern auf Sonderzeichen. Nicht einmal die Hälfte der Nutzer verwendet Ziffern. Noch viel gravierender ist die Verwendung von Geburtstagen, Namen von Familienmitgliedern oder einfachen Zahlenfolgen. Immerhin rund ein Drittel der Befragten gibt an, diese einfach zu merkenden, aber sehr unsicheren Passwortvarianten verwendet zu haben. Zudem werden Passwörter an Freunde und Verwandte weitergegeben.