BIK-Prüfverfahren überarbeitet

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Das BIK-Prüfverfahren zum Test von Internet-Angeboten nach BITV und WCAG wurde überarbeitet. Die Anpassung erfolgte im Hinblick auf die zu erwartenden Änderungen, die sich durch die Umsetzung der EU-Richlinie 2016/2102 ergeben. Danach ist zu erwarten, dass die BITV zukünftig direkt auf die Anforderungen der DIN EN 301 549 verweist, welche den aktuellen Stand der WCAG 2.1 widerspiegelt. In den Empfehlungen sind nun auch Anforderungen enthalten, die sich explizit auf mobile Ausgabegeräte beziehen. Das BIK-Prüfverfahren wurde diesbezüglich um 12 Prüfschritte erweitert. Ein Prüfschritt entfällt, so dass das neue Testverfahren jetzt insgesamt 60 Prüfschritte umfasst.

Neben den Änderungen bei den Anforderungen wurde auch das Bewertungsschema angepasst. Das ursprüngliche Punktesystem mit den Prüfzeichen 90plus und 95plus entfällt. Zukünftig werden die Angebote analog zum WCAG-Verfahren nur noch als konform oder nicht konform bewertet. Für eine Konformität müssen alle Prüfschritte mit „erfüllt“ oder „eher erfüllt“ bewertet worden sein.

WEB for ALL informiert über BITV 2.0

Kai Greve und Rose Jokic präsentieren Barrieren im Web2.0In einem halbtägigen Seminar informierte WEB for ALL Website-Betreiber, Internet-Verantwortliche und Online-Redakteure über Neuerungen in Version 2 der Barrierefreien-Informationstechnik-Verordnung (BITV). Die neue Fassung ist vor gut einem Jahr in Kraft getreten und brachte eine Reihe von neuen und veränderten Anforderungen an Websites mit sich. Diese betreffen vor allem die Weiterentwicklung von Internet-Technologien sowie die zunehmende Interaktivität.
In dem Seminar berichtete Benjamin Grießmann, Geschäftsführer von „WEB for ALL“, über die aktuelle gesetzliche Situation in Deutschland und gab Einblicke in den Aufbau und die Struktur der Verordnung. Rose Jokic und Kai Greve, langjährige Projektmitarbeiter und Experten in Sachen Barrierefreiheit nahmen wichtige BITV-Bedingungen unter die Lupe. So wurden u.a. die Anforderungen an komplexe Internet-Anwendungen (Rich Internet Applications, RIAs) präsentiert und durch Beispiele illustriert. Rose Jokic führte mit Hilfe eines Vorleseprogramms (Screenreader) vor, auf welche Barrieren sie auf modernen Webseiten als blinde Nutzerin stößt. Ein Blick auf den Anhang 2 der BITV, der Vorgaben zu Inhalten in Deutscher Gebärdensprache (DGS) und Einfacher Sprache macht, rundete die Veranstaltung ab.
Aufgrund der guten Nachfrage und des Erfolgs ist ein weiterer Schulungstermin Ende April 2013 in Frankfurt geplant. Weitere Informationen erhalten Sie rechtzeitig an dieser Stelle und unter www.bitv-schulung.de.

AbI-Erfahrungsaustausch im Oktober 2011

Aktionsbündnis für barrierefreie InformationstechnikDas Aktionsbündnis für barrierefreie Informationstechnik (AbI) wurde bis Ende April 2010 vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) gefördert. Die beteiligten Institutionen, Mitglieder, Partner und Unterstützer haben verabredet, dass sie das Netzwerk auch nach dem offiziellen Projektende aufrecht erhalten und weiterhin kooperieren. Am 24. Oktober 2011 lädt AbI Mitglieder und alle am Thema Interessierten zu einem Netzwerktreffen ein. Thema sollen die bisherigen Erfahrungen mit der Umsetzung der BITV 2.0 bzw. WCAG 2.0 sein.
Weitere Informationen zum AbI-Netzwerk