Ältere Menschen und das Internet

Gerade älteren Menschen eröffnet das Internet viele Möglichkeiten, mit denen sie ihre oft eingeschränkte Mobilität besser bewältigen können. Öfter wird die zunehmende Digitalisierung aber auch beklagt und ältere Menschen bringen ihre ablehnende Einstellung gegenüber den modernen Medien zum Ausdruck. Peter Grießmann, regelmäßiger Autor bei passagen – Blog für die zweite Lebenshälfte, schreibt in seinem neusten Beitrag über die Gründe für diesen Zwiespalt und gibt Denkanstöße, wie er überwunden werden kann.

Online-Kurs zur Digitalen Barrierefreiheit

vergroesserte Schrift

Die Web Accessibility Initiative (WAI) des W3C bietet zusammen mit dem UNESCO-Institut für Informationstechnologie im Bildungswesen (IITE) einen offenen Online-Kurs zum Thema Digitale Barrierefreiheit an. Das Angebot richtet sich nicht nur an Programmierer, sondern an alle an der Thematik interessierten Personen. Die Inhalte werden von internationalen Experten vermittelt, die Schulungssprache ist englisch. Die Lerninhalte werden auf der Plattform edX zur Verfügung gestellt.
Der Online-Kurs läuft bis einschließlich 30. April 2020 und ist grundsätzlich kostenlos. Lediglich für das optionale Zertifikat ist eine Gebühr von $99 zu entrichten.

WCAG 2.1 und PDF

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Was die WCAG 2.1-Richtlinien für die zugängliche Gestaltung von PDF-Dateien bedeuten, beleuchtet ein Artikel im Blog des US-amerikanischen Software-Anbieters CommonLook. Nicht alle neuen WCAG-Erfolgskriterien sind für PDF-Dateien relevant, so zum Beispiel die Anforderungen zu Timeout-Warnungen. Zu berücksichtigen sind aber neue Anforderungen zu Kontrasten von Nicht-Text-Elementen, Benennung von Formular-Elementen oder zur Steuerung von Textabständen.

Apple Productivity Apps unterstützen PDF-Tags

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Strukturinformationen sind ein wesentliches Kriterium für zugängliche PDF-Dateien. Sie werden über so genannte Tags vermittelt, die z.B. Überschriften und Tabellenstrukturen kennzeichnen. Nicht alle Anwendungen, die das PDF-Format schreiben, können auch Tags erzeugen. Rein visuell unterscheiden sich „ungetagte“ Dateien zwar nicht von „getagten“ Varianten, sie eignen sich aber nicht für die Verwendung mit einem Screenreader. Schon seit Längerem können Apps aus der Office-Suite von Microsoft oder der Adobe Creative Suite Tags erzeugen. Bei Apple-Anwendungen sah es bislang mau aus.

Zwischenzeitlich zog der Hersteller aus Cupertino nach und stattete seine Productivity Suite mit entsprechenden Funktionalitäten aus. Die PDF-Exportfunktionen von Pages, Numbers und Keynote (Version 8.2) erzeugen mittlerweile PDF-Tag-Strukturen. Die Prozesse laufen auch bei längeren Dokumenten sehr schnell und stabil. Die Ergebnisse validieren zwar noch nicht vollständig gegen die gängigen Standards (WCAG, PDF/UA), aber die Entwicklung stellt einen großen Schritt in Richtung Barrierefreiheit dar.