Barrierefrei trotz AJAX und RIA

Zürich, 11. Mai 2011. Im Rahmen des eBusiness-Kongress 2011, der vom 10. bis 12. Mai 2011 in Zürich stattfindet, beschäftigen sich die Web- und Accessibiity-Spezialisten Markus Riesch, Christian Moser und René Jaun mit der Frage, inwieweit moderne Web-Applikationen barrierefrei gestaltet werden können. Im Seminar werden die gesetzlichen Grundlagen und internationalen Richtlinien vorgestellt sowie Lösungsansätze präsentiert. Der blinde Accessibility-Spezialist René Jaun führt vor, wie AJAX- und RIA von Screenreader-Programmen ausgegeben werden.
Veranstaltungsprogramm eBusiness-Kongress 2011 und Anmeldung

AbI-Erfahrungsaustausch im Oktober 2011

Aktionsbündnis für barrierefreie InformationstechnikDas Aktionsbündnis für barrierefreie Informationstechnik (AbI) wurde bis Ende April 2010 vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) gefördert. Die beteiligten Institutionen, Mitglieder, Partner und Unterstützer haben verabredet, dass sie das Netzwerk auch nach dem offiziellen Projektende aufrecht erhalten und weiterhin kooperieren. Am 24. Oktober 2011 lädt AbI Mitglieder und alle am Thema Interessierten zu einem Netzwerktreffen ein. Thema sollen die bisherigen Erfahrungen mit der Umsetzung der BITV 2.0 bzw. WCAG 2.0 sein.
Weitere Informationen zum AbI-Netzwerk

„Was wollen Sie denn mit einer Diskette?“

Darmstadt, 22. September 2010. Rose Jokic, freie Mitarbeiterin bei WEB for ALL, referierte im Rahmen der Tagung Barrierefreiheit 2.0 über die Bedeutung der Informationstechnologie in Aus- und Weiterbildung für blinde Menschen. Sie berichtete, wie es vor wenigen Jahren noch viel schwieriger für Schüler und Studenten war, an Bücher und Lehrmaterialien heranzukommen. Texte mussten mühsam in Punktschrift umgesetzt oder auf Tonträger aufgesprochen werden. Erst nach und nach brachten die elektronischen Medien eine Erleichterung. Texte können von einer speziellen Software vorgelesen oder auf eine Braille-Zeile abgetastet werden. Die Erkenntnis, dass Computer und neue Medien eine enorme Unterstützung für blinde Menschen darstellen, setzte sich erst allmählich durch. Das musste auch Frau Jokic, selbst Betroffene, erfahren, als sie bei ihrem Professor um ein Vorlesungsskript auf Diskette bat. „Was wollen Sie denn mit einer Diskette?“, war die vorschnelle Antwort.
Heute unterstützen moderne Medien blinde Menschen in allen erdenklichen Lebensbereichen, nicht nur bei der Aus- und Fortbildung. Frau Jokic berichtete, dass sie auch Kleidung und Lebensmittel im Internet bestellt. Dabei stellen viele Web2.0-Funktionen einen Komfort-Gewinn dar. Voraussetzung für die Nutzbarkeit ist allerdings die Barrierefreiheit. Neue Technologien bringen auch Einschränkungen mit sich. So sind zum Beispiel viele Formulare nicht zugänglich.
Die Tagung Barrierefreiheit 2.0 wurde von der eXousia-Management GmbH in Kooperation mit WEB for ALL veranstaltet.