Ausstellung „Sehen mit Händen und Ohren – VOM UNSICHTBAREN“

Frankfurt

„Vom Unsichtbaren“ heißt das gemeinsame Kunstprojekt des Bundesverbands Bildender Künstlerinnen und Künstler Darmstadt und des Blindenhilfswerks Hessen, das seine Werke vom 8. März bis zum 22. März 2013 im Ausstellungsraum EULENGASSE (Seckbacher Landstraße 16, 60389 Frankfurt-Bornheim) präsentiert.
„Bitte berühren!“ lautet die Aufforderung an das Publikum. Die außergewöhnlichen Gemeinschaftswerke: Videos, bildhauerischen Arbeiten, Gemälde, Installationen und Objekte, thematisieren unterschiedliche Vorstellungen und Gesichtspunkte von Blindheit und holen sie aus der „Unsichtbarkeit“ heraus. Sehende nehmen Kunst in erster Linie mit ihren Augen wahr. Doch in der Ausstellung „Vom Unsichtbaren“ kann Kunst über mehrere Sinne erforscht werden. Manchmal kommt man dabei nur weiter, wenn man Blindenschriftkundige um Hilfe bittet.
Komplette Pressemitteilung „Sehen mit Händen und Ohren
VOM UNSICHTBAREN im ausstellungsraum EULENGASSE, Frankfurt“ als Word-Dokument

(Quelle: Pressemitteilung des Bundesverbandes Bildender Künstler BBK, Regionalverband Darmstadt)

Vertiefungsworkshops erfreuen sich großer Nachfrage

Frauenkirche in Dresden, AbendstimmungDresden, 6./7. Februar 2013
Die Workshops zum Thema Barrierefreiheit, die das Antidiskriminierungsbüro Sachsen (ADB Sachsen) in Kooperation mit WEB for ALL in Dresden anbot, erfreuten sich einer großen Nachfrage. Die TeilnehmerInnen, überwiegend VertreterInnen von Verbänden, Vereinen, Initiativen und Parteien, konnten sich am ersten Schulungstag darüber informieren, wie Dokumente barrierefrei bereitgestellt werden können. Der Fokus lag dabei auf Dokumenten im PDF-Format, die aus Textverarbeitungsprogrammen wie MS Word® erzeugt werden. Am zweiten Schulungstag erfuhren die TeilnehmerInnen, wie Internet-Angebote barrierefrei gestaltet werden können. Im Mittelpunkt stand die Erfahrung von betroffenen Nutzern/Nutzerinnen. Frau Jokic vom ADB Sachsen stellte vor, wie sie mit einer Vorlese-Software (Screenreader) im Internet surfen kann und auf welche Barrieren sie dabei trifft. Behandelt wurden auch rechtliche Aspekte, wie sie nach der Barrierefreien-Informationstechnik-Verordnung (BITV2) berücksichtigt werden müssen.

Wer nicht an den Vertiefungsworkshops teilnehmen konnte, hat am 20. und 21. März 2013 eine weitere Gelegenheit. Die Veranstaltungen werden in Leipzig noch einmal wiederholt. Am 12. und 27. Februar 2013 bietet das ADB Sachsen zusätzlich Workshops zum Thema Leichte Sprache an.
Anmeldung und weitere Informationen zu den Workshops des ADB-Sachsen

„Das ist doch eher etwas für Bastler“

Zürich, 14. Juni 2012. Auch in diesem Jahr richtete die Fachgruppe ICT-Accessibility der ETH Zürich wieder ein Accessibility Update aus. Im Mittelpunkt stand die Zugänglichkeit im Bereich Mobilität. Daniele Corciulo, selbst Betroffener, führte vor, wie er mit einem iPhone® Fahrpläne abrufen, ein Taxi bestellen oder erfahren kann, welche Freunde und Bekannten sich in der Nähe befinden. Auch unterstütze ihn das Navigationssystem seines Smartphones bei der Orientierung in der Stadt. Durch Wischen und Tippen auf dem Touchscreen können blinde Nutzer alle Funktionen ausführen, vorausgesetzt die App unterstützt die Sprachausgabe. Während Corciulo iOS® auf seinem iPhone recht gut bedienen könne, gebe es bei Android® noch Verbesserungspotenzial. Das sei zum derzeitigen Stand noch eher etwas für Bastler, die bereit seien, sich umfänglicher einzuarbeiten. Die Sprachsteuerung funktioniere in der Praxis auf allen Plattformen noch nicht zufriedenstellend. Defizite gebe es vor allem auch bei den Kenntnissen der Betroffenen. Viele wüssten gar nicht, dass ein Smartphone ihren Alltag vereinfachen könnte oder welche Apps gut nutzbar sind. Hier seien die Blindenverbände gefragt für die notwendige Aufklärung zu sorgen.
Die Schweizerische Fachstelle Barrierefreier Öffentlicher Verkehr (BöV) berichtete vom Umsetzungsstand ihrer Aktivitäten. Desweiteren stellte Daniel Ziegler von der Interessengemeinschaft Gehörlose, Hör- und Sprachbehinderte der Kantone Bern und Freiburg Belange für betroffene Fahrgäste in Notsituationen vor. Als schweizerisches Pionierprojekt mit vielen Herausforderungen wurde Rollstuhlparkplatz.ch präsentiert. das Ziel ist es, ein Verzeichnis mit sämtlichen Behindertenparkplätze in der Schweiz zu erstellen und über amtliche und OpenStreetMap-Karten im Internet zugänglich zu machen. Mittlerweile habe man mehr als die Hälfte der Objekte mit Daten und Bildern erfasst. Die Präsentation eines Projekts zur Erstellung interaktiver Stadtpläne für blinde und sehbhinderte Menschen durch Cathérine Bullat-Koelliker von ABAplans rundete die gelungene Veranstaltung ab. Auch im nächsten Jahr soll es wieder ein Treffen geben.

Barrierefrei trotz AJAX und RIA

Zürich, 11. Mai 2011. Im Rahmen des eBusiness-Kongress 2011, der vom 10. bis 12. Mai 2011 in Zürich stattfindet, beschäftigen sich die Web- und Accessibiity-Spezialisten Markus Riesch, Christian Moser und René Jaun mit der Frage, inwieweit moderne Web-Applikationen barrierefrei gestaltet werden können. Im Seminar werden die gesetzlichen Grundlagen und internationalen Richtlinien vorgestellt sowie Lösungsansätze präsentiert. Der blinde Accessibility-Spezialist René Jaun führt vor, wie AJAX- und RIA von Screenreader-Programmen ausgegeben werden.
Veranstaltungsprogramm eBusiness-Kongress 2011 und Anmeldung

AbI-Erfahrungsaustausch im Oktober 2011

Aktionsbündnis für barrierefreie InformationstechnikDas Aktionsbündnis für barrierefreie Informationstechnik (AbI) wurde bis Ende April 2010 vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) gefördert. Die beteiligten Institutionen, Mitglieder, Partner und Unterstützer haben verabredet, dass sie das Netzwerk auch nach dem offiziellen Projektende aufrecht erhalten und weiterhin kooperieren. Am 24. Oktober 2011 lädt AbI Mitglieder und alle am Thema Interessierten zu einem Netzwerktreffen ein. Thema sollen die bisherigen Erfahrungen mit der Umsetzung der BITV 2.0 bzw. WCAG 2.0 sein.
Weitere Informationen zum AbI-Netzwerk