BITV 2.0

Nutzer mit BrilleVerordnung zur Schaffung barrierefreier Informationstechnik nach dem Behindertengleichstellungsgesetz

Am 22. September 2011 trat die überarbeitete Fassung der Barrierefreien Informationstechnik-Verordnung (BITV) in Kraft. Sie regelt die technischen Einzelheiten der Vorgaben aus §11 Behindertengleichstellungsgesetz (BGG). Sie gilt für informationstechnische Angebote von Behörden der Bundesverwaltung. Die in der BITV enthaltenen Anforderungen und Bedingungen gelten als grundlegender Standard, der auch von vielen Bundesländern übernommen wird. Im Einzelnen wird definiert, welche Kriterien informationstechnische Angebote erfüllen müssen, um als barrierefrei zu gelten.
Die Anforderungen und Bedingungen der BITV bauen auf den Web Content Accessibility Guidelines 2.0 (WCAG 2.0) des World Wide Web Consortium (W3C) auf.

Aufbau der BITV

Die Rechtsverordnung besteht aus zwei Teilen. Der erste allgemeine Teil enthält grundsätzliche Festlegungen, wie zum Beispiel den Anwendungs- und Geltungsbereich, einzubeziehende Gruppen und Umsetzungsfristen. Der zweite Teil besteht aus zwei Anlagen und einem Glossar. Anlage 1 ist in 21 Anforderungen mit insgesamt 61 Bedingungen gegliedert. Eine Anforderung fasst mehrere Bedingungen unter einem Hauptkriterium zusammen.

Prioritätsstufen

Internet-Angebote müssen die einzelnen Bedingungen der BITV erfüllen. Diese sind zwei Prioritätenstufen zugeordnet. Bedingungen der Priorität 1 müssen von allen barrierefreien Internet-Angeboten erfüllt werden. Den verschärften Bedingungen der Priorität 2 müssen nur wichtige Einstiegsseiten und Navigationselemente entsprechen.

Umsetzungsfristen

Alle Umsetzungsfristen sind mittlerweile abgelaufen. Seit dem 22. März 2014 müssen die betroffenen Angebote auch die Anforderungen zur Leichten Sprache und Gebärdensprache erfüllen.

Download: Barrierefreie Informationstechnik Verordnung des Bundes (BITV)

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