Neue Broschüre zur Entwicklung von altersgerechten mobilen Applikationen

Das ICT-Accessibility Lab der ZHAW School of Engineering hat in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Gerontologie der Universität Zürich Grundlagen und Empfehlungen zum Thema «Altersgerechte mobile Applikationen» erarbeitet. Die Erkenntnisse sind in einer Broschüre zusammengefasst, die Auftraggebern und Entwicklern als Leitfaden dient.
Broschüre Altersgerecht mobile Applikationen – Grundlagen und Empfehlungen (PDF-Datei, 440 kB)

Reh@pp-Quality entwickelt Toolkit für App-Entwicklung

Logo RehappUnter der Bezeichnung Reh@pp-Quality haben neun Studierende aus dem Fachbereich Rehabilitationspädagogik der Technischen Universität Dortmund innerhalb des Studienjahres 2015/16 ein Projekt zu der aktuellen Thematik „Teilhabe durch die Qualität von Apps in der Rehabilitation“ durchgeführt. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage nach qualitativ hochwertigen Kriterien für Apps.
Enstanden ist ein fachübergreifender App-Qualitätskriterienkatalog für eine heterogene Nutzergruppe, der den gegenwärtigen Forschungsstand berücksichtigt. Der App-Qualitätskriterienkatalog ist Teil eines Toolkits, das sich an App-Entwickler und App-Nutzer richtet.
Projekt-Website Rehapp-Quality
Guide zur App-Qualität (DIEBE-Guide, PDF-Datei)
App-Kriterienkatalog (PDF-Datei)
Checkliste für Entwickler (PDF-Datei)

„Das ist doch eher etwas für Bastler“

Accessibility Update 2012Zürich, 14. Juni 2012. Auch in diesem Jahr richtete die Fachgruppe ICT-Accessibility der ETH Zürich wieder ein Accessibility Update aus. Im Mittelpunkt stand die Zugänglichkeit im Bereich Mobilität. Daniele Corciulo, selbst Betroffener, führte vor, wie er mit einem iPhone® Fahrpläne abrufen, ein Taxi bestellen oder erfahren kann, welche Freunde und Bekannten sich in der Nähe befinden. Auch unterstütze ihn das Navigationssystem seines Smartphones bei der Orientierung in der Stadt. Durch Wischen und Tippen auf dem Touchscreen können blinde Nutzer alle Funktionen ausführen, vorausgesetzt die App unterstützt die Sprachausgabe. Während Corciulo iOS® auf seinem iPhone recht gut bedienen könne, gebe es bei Android® noch Verbesserungspotenzial. Das sei zum derzeitigen Stand noch eher etwas für Bastler, die bereit seien, sich umfänglicher einzuarbeiten. Die Sprachsteuerung funktioniere in der Praxis auf allen Plattformen noch nicht zufriedenstellend. Defizite gebe es vor allem auch bei den Kenntnissen der Betroffenen. Viele wüssten gar nicht, dass ein Smartphone ihren Alltag vereinfachen könnte oder welche Apps gut nutzbar sind. Hier seien die Blindenverbände gefragt für die notwendige Aufklärung zu sorgen.
Die Schweizerische Fachstelle Barrierefreier Öffentlicher Verkehr (BöV) berichtete vom Umsetzungsstand ihrer Aktivitäten. Desweiteren stellte Daniel Ziegler von der Interessengemeinschaft Gehörlose, Hör- und Sprachbehinderte der Kantone Bern und Freiburg Belange für betroffene Fahrgäste in Notsituationen vor. Als schweizerisches Pionierprojekt mit vielen Herausforderungen wurde Rollstuhlparkplatz.ch präsentiert. das Ziel ist es, ein Verzeichnis mit sämtlichen Behindertenparkplätze in der Schweiz zu erstellen und über amtliche und OpenStreetMap-Karten im Internet zugänglich zu machen. Mittlerweile habe man mehr als die Hälfte der Objekte mit Daten und Bildern erfasst. Die Präsentation eines Projekts zur Erstellung interaktiver Stadtpläne für blinde und sehbhinderte Menschen durch Cathérine Bullat-Koelliker von ABAplans rundete die gelungene Veranstaltung ab. Auch im nächsten Jahr soll es wieder ein Treffen geben. Ankündigungen von ICT-Veranstaltungen